Daten und Fakten

Daten für das Jahr 2016

Ausbaugröße Einwohnergleichwerte             44.000

Angeschlossene Einwohnergleichwerte        33.470

Behandelte Jahresabwassermenge               4.570.406 m³/a

Behandelter Rohschlamm                              19.046 m³/a

Abgegebener Faulschlamm entwässert       1.655 t/a

Gaserzeugung                                                   253.329 m³/a

Stromerzeugung aus Faulgas                         318.754 KWh/a

Solarstrom                                                         25.141 KWh/a

Stromverbrauch                                               565.274 KWh/a

Spez. Stromverbrauch                                     38,4 KWh/E*a

Entwicklung des Verbandes

In der Vorgeschichte wurden im Jahre 1964 zwei Zweckverbände gebildet: 

  • Abwasserzweckverband „Meckesheimer Cent“, jetzt Verbandsgebiet A mit den Gemeinden: Meckesheim, Mönchzell, Lobenfeld, Waldwimmersbach, Zuzenhausen, Hoffenheim
  • Abwasserzweckverband „Unteres Schwarzbachtal“ jetzt Verbandsgebiet B mit den Gemeinden Eschelbronn, Epfenbach, Neidenstein, Spechbach

Auf Vorschlag der Wasserwirtschaftsverwaltung hat die Verbandsversammlung am 6.10.1966 die Aufnahme der Gemeinden des Abwasserzweckverbandes Unteres Schwarzbachtal in den Abwasserzweckverband Meckesheimer Cent beschlossen. Der Schwarzbachtalverband wurde aufgelöst. Die Verbandsversammlung hat am 26.2.1975 weiterhin beschlossen, den Ortsteil Haag der Gemeinde Schönbrunn ‚ den Verband aufzunehmen.

www.epfenbach.de/     www.eschelbronn.de/   www.lobbach.de/   www.meckesheim.de/

www.neidenstein.de/   www.gemeinde-schoenbrunn.de/   www.sinsheim.de/

www.spechbach.de/   www.zuzenhausen.de/

Dem Verband gehören nunmehr 11 Gemeinden bzw. Stadt- und Ortsteile als Verbandsmitglieder an.

Epfenbach, Eschelbronn, Haag, Ortsteil von Schönbrunn Hoffenheim, Stadtteil von Sinsheim, Lobbach, Ortsteile Lobenfeld und Waldwimmersbach, Meckesheim mit Ortsteil Mönchzell, Neidenstein, Spechbach, Zuzenhausen. Der Verband hat nach der überarbeitet Satzung vom 15.12.1977 die Aufgabe, die im Verbandsgebiet anfallenden häuslichen, gewerblichen industriellen Abwässer und Oberflächenwasser zu sammeln und vor ihrer Einleitung in den Vorfluter in einer Kläranlage zu reinigen sowie die anfallenden- Schlamm- und Abfallstoffe abzuführen und unschädlich unterzubringen.


Zu diesem Zweck erstellte der Verband die erforderlichen Anlagen mit:

  • rd. 30 km Zuleitungskanälen
  • 20 Regenüberlaufbecken


Sammelkläranlage auf der Gemarkung Meckesheim

1981 lief das erste Abwasser in die Kläranlage des AZV Meckesheim und wurde gereinigt

Wie fast alle Kläranlagen, die in dieser Zeit in Betrieb gegangen sind, war auch die Kläranlage des AZV als mechanisch, biologische Anlage konzipiert, in der durch physikalische Vorgänge, Absetzen, Aufschwimmen und mit Hilfe von Bakterien das anfallende Abwasser gereinigt wurde.


Einführung der dritten Reinigungsstufe und Umsetzung der geforderten Maßnahmen. 

10 Jahre nach der Inbetriebnahme der Anlage, wurden Anfang 1991 die gesetzlichen Mindestanforderungen für das Einleiten von Abwasser in ein öffentliches Gewässer verschärft. Der Hintergrund war eine Umweltkatastrophe in der Nordsee mit massenhafter Vermehrung von Algen und einem massiven Robbensterben. Ursache war die Einleitung von Abwässern die mit den Pflanzennährstoffen, Phosphat und Stickstoff belastet waren. Die neuen gesetzlichen Auflagen bestimmten, dass auch solche Stoffe auf den Kläranlagen zu behandeln sind und legten Mindestanforderungen für die Einleitung fest.

1992 wurde die chemische Fällung zum Abbau der Phosphatbelastung eingebaut.


Im Jahre 1995 wurde das Biox N Verfahren „Abbau von Stickstoff“ in Betrieb genommen.


1996 wurde ein Nacheindicker für Faulschlamm, sowie die Umrüstung des frei gewordenen Eindickers als Pufferspeicher für Filtratwasser und Trübwasser gebaut.


2001 Moderne Mess- und Regeltechnik wurde installiert und die vorhandene Schaltanlage gegen ein rechnergestütztes Prozessleitsystem ausgetauscht.


Seit 2005 werden die Regenüberlaufbecken nacheinander auf den neuesten technischen Stand mit automatischer Reinigungsausrüstung, Ablaufsteuerung und Fernüberwachung ausgerüstet.


2014 wurde eine neue Schmutzfrachtberechnung für das Einzugsgebiet der Verbandskläranlage Meckesheim fertiggestellt.

Nach diesen Berechnungen muss nun die Kläranlage statt den bisherigen 324 Liter/Sekunde Schmutzwasser bei Regenfall 390 Liter/Sekunde aufnehmen und verarbeiten. Zusätzlich wurden die Jahresmittelwerte für die Einleitung von Phosphat auf 0,5mg/l und Stickstoff auf 2mg/l gesenkt. Das können wir mit den bisherigen Mitteln nicht mehr einhalten und sind daher gezwungen die die Kläranlage zu erweitern.

2015 – 2018    Hydraulische und Frachtbezogene Erweiterung der Kläranlage Meckesheim

  • Errichtung eines Flutpolters zum Hochwasserschutz der Angrenzenden Gemeinde
  • Errichtung von 2 Nachklärbecken mit Verteilerbauwerk
  • Bau eines Pumpenhauses
  • Umrüstung der bisherigen Nachklärbecken zu Denitrifikationsbecken
  • Erweiterung der Nitrifikationsbecken
  • Umrüstung der Antriebe – Abwasserhebeanlage
  • Errichtung einer Nachfällung
  • Einbau eines neuen Leitsystems

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