Die Kläranlage

Erläuterung

Auf den folgenden Seiten können sie sich anhand der angegebenen Stationen 1-15 den Weg des Abwassers durch die Meckesheimer Kläranlage verfolgen.


  1. Einlaufhebewerk

    Hier wird das ankommende Abwasser in die Anlage gehoben und durchläuft danach selbständig bis zum Auslauf alle Stufen der Anlage.

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  2. Rechenanlage

    Sie entfernt aus dem Abwasser grobe Stoffe wie Holz, Textilien, Papier, Kunststoffe und Hygieneartikel.

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  3. Sandfang

    Durch Verlangsamen der Fließgeschwindigkeit werden grobe Sinkstoffe, Sand, Kies etc. zum Absetzen gebracht und mittels einer Pumpe abgesaugt.

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  4. Vorklärbecken

    Hier setzt sich der im Abwasser enthaltene Fäkalschlamm am Beckenboden ab. Er wird mit  einem Längsräumer in den Schlammtrichter geschoben und von dort in den Faulturm gepumpt.

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  5. Denitrifikation

    Das von Feststoffen gereinigte Abwasser strömt nun in das Deni-Becken. Abgesetzter Belebtschlamm und nitrathaltiges Abwasser aus der Nachklärung wird auch zugeführt. Es erfolgen ein mikrobieller Abbau von Kohlenstoffverbindungen und die Umwandlung von Nitratstickstoff zu elementarem Stickstoff.

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  6. Nitrifikation

    Die im Abwasser gelösten organischen Schmutzstoffe werden hier von Bakterien als Nahrung benutzt und in absetzbaren Schlamm umgewandelt. Aus Ammonium wird Nitrat. Die Bakterien benötigen hierzu Sauerstoff. Gleichzeitig wird der Pflanzennährstoff Phosphat in diesem Becken mit Hilfe eines chemischen Fällmittels aus dem Abwasser entfernt. (Simultanfällung)

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  7. Nachklärbecken

    Sie arbeiten physikalisch wie die Vorklärbecken. Der Belebtschlamm setzt sich darin ab, wird mittels Räumerbalken in Bodentrichter geräumt und von dort in die Deni-Becken (5) zurückgeleitet. Das gereinigte klare Abwasser fließt in die Elsenz.

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  8. Faulbehälter

    Hier werden der aus dem Vorklärbecken abgezogene Schlamm und der überschüssige Belebtschlamm mit Hilfe von Anaeroben -Bakterien behandelt. Endprodukt dieses Prozesses sind Wasser, Methangas und mineralischer Schlamm.

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  9. Nacheindicker

    Nach der Faulung (8) kommt der Schlamm, der sehr viel Wasser enthält, in den Nacheindicker. Dort wird ihm durch Absetzen ein Teil Wasser entzogen.

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  10. Schlammentwässerung

    Hier wird dem Schlamm mit Hilfe von einem Polymer und Druck in einer Kammerfilterpresse Wasser entzogen. Der gepresste Schlamm hat nun ein Trockenrückstand von ca. 27-32% und wird an ein Kraftwerk zur Verbrennung abgegeben.

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  11. Filtratbehälter

    Das abgetrennte Wasser aus Nacheindicker und Kammerfilterpresse (9) werden hier gesammelt und der Kläranlage dosiert zugeführt.

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  12. Gasbehälter

    Das bei der Faulung  entstandene Methangas wird hier gespeichert.

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  13. Blockheizkraftwerk

    Mit dem im Gasbehälter gespeicherten Faulgas wird ein Blockheizkraftwerk betrieben. Es liefert Strom ins Netz und die Abwärme nehmen wir zum Heizen des Faulturms und Betriebsgebäudes.

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  14. Gasfackel

    Überschüssiges Gas wird mit Hilfe der Fackel verbrennt (z.B. bei Wartung oder Störung).

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  15. Regenüberlaufbecken

    Bei Regen gelangt ein Vielfaches der Abwassermenge in den Kanal als bei Trockenwetter. Die Regenüberlaufbecken dienen als Zwischenspeicher für das Abwasser, das nach Ende des Regenereignisses der Kläranlage zugeführt wird.

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